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Peter Josef
Kunz-von Gymnich 

2010: Bearbeitungen
2010: Bearbeitungen

    DAS KONZERTEREIGNIS
    ZU BEGINN DES JAHRES 2010

    Sonntag, 10. Januar 2010
    17.00 Uhr
    Büsing-Palais,
    Offenbach am Main, Herrnstraße


    ORIGINALE
    SPIELEN
    BEARBEITUNGEN


    Am Klavier zu zwei und vier Händen:
    Elena Kotschergina, Jürgen Blume, Ronald Fries, Werner Fürst
    Hans-Wolfram Hooge, Olaf Josch,
    Peter Josef Kunz-von Gymnich, Frank Spannaus


    spielen Werke von
    Chopin, Bizet, Brahms, Liszt, Bach, Mozart,
    Saint-Saëns, Schubert, Schumann, Beethoven u.a.

    Moderation: Peter Josef Kunz-von Gymnich

    Vorverkaufsstellen:  Stadtbibliothek
    Herrnstraße 59     
    63065 Offenbach
    Of InfoCenter
    Salzgäßchen 1      63065 Offenbach
    069 / 80 65 -20 52, - 29 46

    Eine Veranstaltung des Kulturbüros der Stadt Offenbach am Main
    im Forum Kultur

    ALLE ANGABEN OHNE GEWÄHR !

     

Acht Pianisten im Büsingpalais

Vielhändiger Tastendonner

 Offenbach-Post vom 12.01.2010

Das Neujahrskonzert im Büsingpalais ist zum Markenzeichen geworden.
Auch dieses Mal brannten acht Offenbacher Pianisten auf zwei Steinway-Flügeln
ein Tastenfeuerwerk ab. Im Vordergrund der Klangreise vom Barock über Klassik und Romantik
bis zu Jazz und Boogie standen neben Originalen vor allem Bearbeitungen zu zwei und vier Händen. Die Ouvertüre bot gleich eine Uraufführung. Hans-Wolfram Hooge hatte das „Allegro vivo“ von Georges Bizets Sinfonie C-Dur für zwei Klaviere bearbeitet und bannte mit Peter Josef
Kunz-von Gymnich pointierte Rhythmik und bewegte Themen prägnant und lebendig in die Tasten.

Ein gut aufgelegtes Duo bildeten auch Werner Fürst und Jürgen Blume bei Johannes Brahms’
4. Symphonie in e-Moll. Wie sie die ersten beiden Sätze bewältigten, mal in klassischem Ebenmaß, mal in expressiver Dynamik, war aller Ehren wert. Dabei ging, wie im verträumt beginnenden Andante moderato, Brahms’ strenge Gedankenführung nicht verloren, selbst als sich
ein vertracktes Fugato einschob.

Dann der grandiose Auftritt von Elena Kotschergina und Olaf Joksch in Ralph Berkowitz’ für zwei Klaviere arrangierter Version zu Camille Saint-Saëns „Karneval der Tiere“. In perlender Anschlagskultur und perfekter Abstimmung wechselten die Läufe. Das Finale geriet so virtuos,
dass der Beifall zum Aufschrei geriet. Doch die beiden legten mit den „Goldberg-Variationen“
Johann Sebastian Bachs nach, von Josef Rheinberger für zwei Klaviere bearbeitet.
Kotscherginas warmer, blühender Ton zog ebenso in den Bann wie Jokschs Hexenkunststücke.

Jazzer Frank Spannaus spannte verblüffende Bögen von Jacques Loussiers Play-Bach-Version
des berühmten G-Dur-Menuetts zu Eugen Ciceros einfallsreicher Bearbeitung des „Türkischen Marschs“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Danach überraschte Spannaus mit gekonnt orchestraler Carl-Czerny-Bearbeitung der „Egmont“-Ouvertüre von Ludwig van Beethoven.

Eine überragende Vorstellung bot auch Ronald Fries in Franz Liszts „Transkriptionen“ über Lieder von Franz Schubert und Robert Schumann. Für den Bieberer Virtuosen scheint nichts unspielbar. Aber mehr noch gelang es ihm mit viel Ausdrucks- und Einfühlungsvermögen, Liszts artifizielle Übertreibungen in überzeugende Form zu gießen.

Passend zum Chopin-Jahr beendete das Duo Hooge/Kunz-von Gymnich den Klaviertraum im Büsingpalais mit einer von-Gymnich-Bearbeitung zur berühmten Polonaise As-Dur op. 53.
Da gefielen nicht nur die federnd schreitenden Akkorde, die kraftvollen Oktavenfiguren
und schmetternden Fanfarenmotive.

REINHOLD GRIES

 

 

Peter Josef Kunz-von Gymnich bei den Offenbacher Pianisten